Hochsensibilität

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Allgemeines zu Hochsensibilität

Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal, welches durch eine höhere sensorische Verarbeitungs-Sensitivität gekennzeichnet ist. Der Begriff Hochsensibilität stammt ursprünglich von der Psychologin und Autorin Elaine N. Aron, die in ihrem gleichnamigen Buch den Begriff „highly sensitive person“ und die Abkürzung HSP prägte. Hochsensibilität ist keine Krankheit oder Störung. Es handelt sich um eine angeborene Begabung mit besonderen Stärken und Schwächen. Es gibt Zusammenhänge mit Hochbegabung und Vielbegabung.

Der Anteil an hochsensiblen Personen in der Bevölkerung wird auf bis zu 20% geschätzt. Vielen ist es gar nicht bewusst, dass sie hochsensibel sind. Die Übergänge zwischen hochsensibel – normal sensibel – weniger sensibel sind fließend, d. h. das Persönlichkeitsmerkmal Sensibilität bzw. Sensitivität stellt ein Kontinuum dar, auf dem es unterschiedlichste Ausprägungen gibt. 70% der Hochsensiblen sind introvertiert (mehr zum Thema Introversion erfährst du hier).

Hochsensible haben eine besonders ausgeprägte Sinneswahrnehmung. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen – einer oder mehrere dieser Sinne sind bei Hochsensiblen stärker ausgeprägt als bei anderen. Das bedeutet, dass sie Reize intensiver wahrnehmen, also sowohl äußere Reize wie Geräusche, Licht, Temperatur, aber auch innere Reize wie Gedanken, Gefühle oder Schmerzen.

Die Reizverarbeitung im menschlichen Körper funktioniert vereinfacht ausgedrückt folgendermaßen: Der Mensch nimmt über seine Sinne Reize auf, diese werden ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet. Um das Gehirn nicht zu überlasten, besitzen wir eine Art „Wahrnehmungsfilter“. Bei HSP ist dieser Wahrnehmungsfilter wesentlich durchlässiger als bei anderen. Dadurch gelangen viel mehr Informationen ungefiltert ins Gehirn. Dort müssen also viel mehr Informationen verarbeitet werden.

Hochsensible haben nicht nur eine empfindsamere Wahrnehmung von Reizen, sondern sie reagieren auch sensibler auf diese Reize. Beispielsweise zeigen viele HSP stärkere Reaktionen auf Kaffee oder scharfes Essen.

Hochsensible empfinden auch Gefühle und Emotionen intensiver und zeigen stärkere emotionale Reaktionen. Sie sind emotional verletzlicher und nehmen Erlebnisse emotionaler wahr als andere.

Zusammengefasst und einfach ausgedrückt kann man sagen, Hochsensible sind empfindsamer und haben sprichwörtlich eine dünnere Haut als andere.

Stärken von HSP

Hochsensible sind sehr empathisch und haben eine hohe emotionale Intelligenz. Dies macht sie zu sehr guten Zuhörern. Durch ihre feinfühligere Wahrnehmung haben sie ein besonderes Feingespür für Menschen und Situationen. Mithilfe ihrer feinen Antennen können sie die Stimmungen und Gefühle ihrer Mitmenschen genau wahrnehmen.

Aufgrund ihrer feineren Wahrnehmung haben HSP einen ausgeprägten Blick für Details. Sie sind oftmals besonders kreativ, was sich auf unterschiedlichste Art und Weise ausdrücken kann. Hochsensible haben einen großen Sinn für Ästhetik und Schönheit. Außerdem weisen sie ein tiefes, differenziertes und vernetztes Denken auf. Sie sind wissbegierig und lernfreudig.

Schwächen von HSP

Ihre höhere Empfindsamkeit macht Hochsensible anfälliger für äußere Einflüsse. So sind sie z. B. weniger widerstandsfähig gegenüber Stress. Soziale Situationen können eine HSP leichter überreizen und überfordern. Oftmals haben sie Schwierigkeiten sich abzugrenzen und können nur schwer „nein“ sagen. Auch mit Zielen, Entscheidungen und Veränderungen können sich HSP schwerer tun als andere.

Viele Hochsensible fühlen sich nicht verstanden und andersartig. Wenn sie nichts über ihre Hochsensibilität wissen, kann es vorkommen, dass sie sich fragen „Was stimmt nicht mit mir?“. Sie erkennen ihre Begabungen nicht und sehen vor allem die Nachteile, die ihr Anderssein mit sich bringt.

Weitere Eigenheiten von HSP
  • Hochsensible streben einerseits nach Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit, andererseits haben sie ein großes Bedürfnis nach Sicherheit.
  • Da Konflikte sie emotional stärker belasten, sind HSP sehr harmoniebedürftig.
  • Sie nehmen sich Dinge schnell zu Herzen und haben oft ein besonders ausgeprägtes Mitgefühl.
  • Hochsensible haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hohe Moralvorstellungen.
  • Sie haben eine hohe Erwartungshaltung sich selbst und anderen gegenüber.
  • Struktur und Ordnung sind hochsensiblen Persönlichkeiten besonders wichtig.
  • Sie sind sehr zuverlässig, gewissenhaft und haben einen Hang zum Perfektionismus.
  • Um sich vor Überreizung zu schützen oder sich davon zu erholen, ziehen sich Hochsensible gerne zurück und sind gerne allein.
  • HSP neigen zum Grübeln und langem Nachsinnen von Erlebtem.
  • Sie streben danach, Dinge zu verbessern, zu optimieren und Lösungen für Probleme zu finden.
  • Durch ihre intensivere Wahrnehmung können Hochsensible besonders positive Dinge wie gutes Essen, schönes Ambiente, Düfte, Musik, Kunst, Kultur uvm. viel genussvoller erleben als andere.
Bist du dir nicht sicher, ob du hochsensibel bist oder nicht? Hier geht’s zum kostenlosen Online-Test von Psychomeda und zum ebenfalls kostenlosen HSP-Test des Netzwerks Hochsensibilität.
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Hochsensibilität und Stress

Hochsensible haben durchlässigere Wahrnehmungsfilter. Dadurch müssen sie viel mehr Reize verarbeiten als andere Menschen. Somit kann es leicht zur Überreizung kommen, was Stress verursacht.

Typische Stressquellen für Hochsensible im beruflichen Kontext sind hohe Geräuschpegel in Großraumbüros, Termin- und Zeitdruck sowie Unterbrechungen und Störungen. Außerdem leiden HSP stärker unter sozialen Stressfaktoren wie Konflikte, Mobbing oder einem schlechten Betriebsklima. Hinzu kommt ihr Hang zum Perfektionismus und „People Pleasing“, also der Tendenz es anderen recht machen zu wollen, was zusätzlich Stress verursachen kann.

Aber auch ungünstige private Umstände oder Lebensbedingungen können große Stressquellen sein. So kann z. B. das Leben in einer Großstadt einem HSP schnell zu viel werden. Lärm, Hektik, schlechte Luft – all das stresst Hochsensible mehr als anderen Menschen.

Hochsensible sind nicht nur anfälliger für Stress, sondern sie nehmen Stress und die negativen Emotionen, die damit einhergehen, auch noch stärker wahr.

Daher brauchen Hochsensible Rückzugsorte und Ruhephasen, die es ihnen ermöglichen, sich von Überreizung und Stress zu erholen.

Hochsensibilität und Burnout

Zu Problemen kann es führen, wenn Hochsensible ein Leben führen, das ihrem Wesen nicht entspricht. Vor allem der Beruf nimmt hier eine zentrale Stellung ein. Hier können HSP leicht an einer Unterforderung leiden, wenn sie ihre Talente nicht einbringen können, oder an einer Überforderung, wenn sie einer ständigen Überreizung ausgesetzt sind. Beides kann Unzufriedenheit und Stress erzeugen. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben kann ihre Harmoniebedürftigkeit dazu führen, dass sich hochsensible Personen zu sehr anpassen und ihre Bedürfnisse zurückstellen. Wenn sie sich über einen zu langen Zeitraum „verbiegen“ und entgegen ihrem Wesen leben, kann das chronischen Stress verursachen. Je mehr Stressquellen hinzukommen, umso größer ist das Burnout-Risiko. Vor allem wenn Hochsensible – aus welchen Gründen auch immer – die benötigten Ruhephasen nicht bekommen – brennen sie früher oder später aus.

Mehr zu Stress und Burnout.

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Frau am See zwischen Bergen streckt Arme in die Luft

Die Lebenskunst für Hochsensible besteht darin, sich entsprechend ihrer Persönlichkeit zu entfalten.